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VS: ALU Freiburg lässt Studierende mit Beeinträchtigungen im Stich

*Verfasste Studierendenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg*
*Medienmitteilung 04.08.2021*

ALU Freiburg lässt Studierende mit Beeinträchtigungen im Stich
- Die Stelle der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und
chronischer Erkrankung ist weiterhin unzureichend ausgestattet -
Freiburg, 04.08.2021

Die gesetzlich vorgeschriebene Stelle des/der Beauftragten für
Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung ist für alle
24.000 Studierenden der Freiburger Universität zuständig. Im September
verlässt die aktuelle Beauftragte Beate Massell die Position aufgrund
der nicht ausreichenden Ausstattung freiwillig. Häufige Gespräche der
VS mit dem Rektorat blieben nach mehr als sechs Jahren auch Ende Juli
ohne Erfolg. Die Stelle hilft durch Beratungsangebote, betroffenen
Studierenden ein Studium zu ermöglichen. Die „beeinträchtigt studieren
– best2“ Studie des Deutschen Studentenwerkes stellte 2018 fest, dass
11% der Studierenden an deutschen Hochschulen „mit
Beeinträchtigung(en)“ studieren.

Das Studieren ohne Hürden-Referat (SoH) der VS fordert seit mehr als
sechs Jahren vom Rektorat eine Aufstockung auf eine Vollzeitstelle.
Mona Zeuner vom SoH erklärt, diese Stelle mache „den Unterschied, ob
man als Studierende mit Beeinträchtigung an dieser Uni studieren kann.
Ob man gehört und gesehen wird oder untergeht - und im schlimmsten Fall
das Studium abbrechen muss." Zahlreiche Betroffene äußern sich
entsetzt: „Ohne Frau Massells Unterstützung wären wir heute nicht
hier“. Mona Zeuner erwartet deshalb „ein klares Bekenntnis zu
Inklusion. Menschen mit Behinderung haben ein gesetzlich
vorgeschriebenes Recht auf Hochschulbildung und Chancengleichheit. In
Freiburg werden Studierende hierbei massiv im Stich gelassen.“ Den
Übergang im Herbst soll nach Angaben der Prorektorin für
Universitätskultur, Sylvia Paletschek, kommissarisch mit nur einer
25%-Stelle vollzogen werden. Zeno Springsklee (SoH) berichtet: „Seit
Jahren ist diese Stelle unterfinanziert und unterbesetzt, seit Jahren
fordern wir eine Aufstockung. Es ist zutiefst verstörend, dass die
Universität die Belange Studierender mit Behinderung und chronischer
Erkrankung nicht in ausreichendem Maße wertschätzt.“

In ihrer Vollversammlung vom 09.12.2019 hat die Verfasste
Studierendenschaft die Universität aufgerufen, mehr Bewusstsein für
Mental Health zu schaffen. Die VS fordert das Rektorat der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg daher auf, die Stelle des/der
Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung
auf eine Vollzeitstelle aufzustocken und eine Evaluation der bisherigen
Angebote durchzuführen.

Kontakt:
Katharina Hüll
PR-Referentin des AstA Uni Freiburg
Belfortstr. 24
79098 Freiburg im Breisgau
Tel.: 0761 2032032
E-Mail: referat-pr@stura.uni-freiburg.de

Links:
-
https://www.studentenwerke.de/de/content/beeintr%C3%A4chtigt-studieren-%E2%80%93-best2
-
https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/soh/index_html
- https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/direktedemokratie/vv/unterlagen_vv_2019_12_09/sitzungsunterlagen_vv_2019_12_09/at_download/file

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Katharina Hüll
Referentin des AStA für Public Relations/Öffentlichkeitsarbeit
Studierendenvertretung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg