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Stadt Freiburg: Europäische Sozialfonds - Projektförderung

Der Europäische Sozialfonds unterstützt Ausbildungs- und
Beschäftigungsprojekte. Bis 30. September bewerben  
 
Amt für Soziales und Senioren hilft beim Antrag

 
Sie haben eine gute Projektidee, um benachteiligte Menschen in
eine Ausbildung oder einen Job zu vermitteln, aber Ihnen fehlt ein
Zuschuss? Hier hilft auch im kommenden Jahr der Europäische
Sozialfonds (ESF). Für ein- oder zweijährige Projekte in Freiburg,
die ab dem 1. Januar 2020 beginnen, stehen insgesamt rund
310.000 Euro zur Verfügung. Je Projekt kann der ESF 35 bis 50
Prozent der Gesamtkosten tragen. Anträge sind ab sofort bis 30.
September möglich.
 
Welche Projekte bevorzugt gefördert werden, legt der regionale
ESF-Arbeitskreis jedes Jahr mit Blick auf den Arbeitsmarkt fest.
2020 kommen vor allem Projekte für Arbeitslose über 55 Jahre, für
Alleinerziehende ohne Ausbildung und für mehrfach benachteiligte
Arbeitslose zum Zuge. Die Projekte sollen arbeitslose Frauen
besonders berücksichtigen. Neben der Jobvermittlung soll es auch
um die soziale Integration gehen.
 
Verstärkt gefördert werden auch Projekte, die Schülerinnen und
Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf oder junge
Migrantinnen in Ausbildung bringen wollen. Interessant sind
zudem außerschulische Angebote für Schülerinnen und Schüler,
die als „nicht praktikumsreif“ gelten. Ein weiterer Fokus liegt auf
Projekten, die Basisqualifizierungen für junge Geflüchtete
anbieten. Einen Überblick über die Förderschwerpunkte gibt es
unter www.freiburg.de/esf.  
 Die Projekte müssen chancengleich und geschlechtergerecht
gestaltet sein sowie einen sozialen Mehrwert aufweisen.
Außerdem muss die Ko-Finanzierung gesichert sein.
 
Wer eine Förderung beantragen möchte, sollte sich im Vorfeld an
die Freiburger Geschäftsstelle des Europäischen Sozialfonds
wenden: Tel. 0761 / 201-3875 oder -3876, Mail:
frederike.paehler@stadt.freiburg.de oder
peter.sand@stadt.freiburg.de.
 
Antragsformulare und weitere Infos gibt es auf der Internetseite
www.esf-bw.de. Berücksichtigt werden nur Anträge, die über das
dort abrufbare Onlineverfahren ELAN eingehen. Der Antrag ist bis
30. September zu richten an: L-Bank Baden-Württemberg, Bereich
Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe. Parallel ist eine
Kopie per Mail an die Geschäftsstelle des Europäischen
Sozialfonds zu senden.

 

 

Hintergrund: Der Europäische Sozialfonds
 
Der ESF ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument
der Europäischen Union. Er richtet seine Förderung an der EU-
Strategie „Europa 2020“ aus. Ziel ist ein „intelligentes,
nachhaltiges und integratives Wachstum“ und die bessere
Koordinierung der nationalen und europäischen Wirtschaft.
 
In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 80 Milliarden Euro für
alle Mitgliedsländer der EU zur Verfügung. Davon gehen 260
Millionen nach Baden-Württemberg. Damit werden Projekte zur
Beschäftigungsförderung zu 35 bis 50 Prozent finanziert. Eine Ko-
Finanzierung mit anderen ESF-Mitteln ist nicht möglich. Die Mittel
werden über das Sozialministerium des Landes an die Stadt- und
Landkreise verteilt. Dort schlagen regionale ESF-Arbeitskreise vor,
welche der eingereichten Projektanträge zum Zug kommen.