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Informationsschreiben zur Stiftung Anerkennung und Hilfe

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es die Stiftung Anerkennung und Hilfe. Sie
unterstützt Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949
bis 1975 in der Bundes­republik Deutschland bzw. von 1949 bis 1990 in der
DDR in ­stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie
Leid und­ Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen daraus
leiden. Stiftungserrichter sind der Bund, die Länder sowie die Kirchen. In allen
Ländern gibt es regionale Anlauf- und Beratungsstellen, an die sich Betroffene
bis zum 31. Dezember 2019 wenden können. Diese Stellen können bei Bedarf
auch Hausbesuche machen und Assistenz anbieten.

Mit diesem Schreiben bitte ich Sie, bei der Verbreitung der Informationen
über die ­Stiftung Anerkennung und Hilfe und ihrer Anerkennungs- und
Unterstützungsleis­tungen für Betroffene mitzuhelfen.

Da es sich bei den Betroffenen zum Teil um Menschen mit kognitiven
Einschränkungen handelt, die auch heute noch in Einrichtungen leben und sich
kaum über allgemein zugängliche Quellen wie das Internet, Zeitungen oder
Zeitschriften informieren können, sind die Möglichkeiten der Stiftung begrenzt
Betroffene direkt zu erreichen. Ich bin aber zuversichtlich, dass Sie über Ihre
Strukturen den direkten Kontakt zum betroffenen Personenkreis haben oder
herstellen können.

Daher bitte ich Sie darum, in nächster Zeit möglichst viele Menschen aktiv
schriftlich und mündlich über die Stiftung zu informieren. Nur so kann ein
großer Teil aller Betroffenen, auch über ihre Angehörigen und Betreuungs­
personen, von den Hilfeangeboten der Stiftung erfahren und eine Aner-
kennung ihres Leids sowie konkrete finanzielle Hilfe erhalten.

Für Ihre Mithilfe bedanke ich mich auch im Namen der Betroffenen
ganz herzlich.

Fragen können Sie jederzeit an die E-Mail-Adresse
info@stiftung-anerkennung-hilfe.de richten.

Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Karsties
Vorsitzende des Lenkungsausschusses
der Stiftung Anerkennung und Hilfe