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Gesundheit für alle - Impulse Inklusion 2019

gefördert durch

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Zum Projekt

 

Im Herbst 2019 hat sich das Netzwerk Inklusion Region Freiburg im Rahmen des Förderprogramms "Impulse Inklusion 2019" erfolgreich für das Projekt "Gesundheit für alle" beworben. Von Dezember 2019 bis Dezember 2020 fördert das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg die Projektdurchführung.

Ziel des Antrags, der Zusammen mit der Kommunalen Gesundheitskonferenz erarbeitet wurde, war es einen die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen in der Region zu verbessern. Dazu sollten zunächst Recherchen über Barrieren in der Versorgung ausgemacht werden, um diese anschließend abzubauen.

 

Ausgangslage:

Artikel 25 und 26 der UN-Behindertenrechtskonvention zielen auf die Standards für die gesundheitliche Versorgung sowie gesundheitsbezogene Maßnahmen, die Menschen mit Behinderung in die Lage versetzen, ein Höchstmaß an Unabhängigkeit sowie die volle Teilhabe und Teilnahme an allen Aspekten des Lebens zu erreichen und zu bewahren.

Dennoch ist es für Menschen mit Behinderung nicht ohne Weiteres möglich alle Angebote der Gesundheitsversorgung und –vorsorge auf dem üblichen Weg in Anspruch zu nehmen. Dies hängt mit mangelnder Barrierefreiheit zusammen. Barrierefreiheit sagt nichts über die bauliche Beschaffenheit aus, sondern meint in einem umfänglichen Sinne die Nutzbarkeit.

Die KGK hat schon länger die Absicht eine umfassende Erhebung zur Barrierefreiheit von Gesundheitsdienstleistungen zu erstellen. Hierzu wurden Hochschulen angefragt. Mittlerweile gibt es von verschiedenen Seiten Zusagen zur Unterstützung.

 

Aktuell:

Nach Projektstart nahm ein Lehr-Forschungsprojekt der katholischen Hochschule Freiburg auf das Netzwerk zu mit dem Ziel einen gemeinsamen Fragebogen zu den Bedarfen von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln und die Befragung durchzuführen. Das Lehrforschungs-Projekt wird von Hr. Dr. C. Muke betreut. Zum Team gehören: Annika Buksch, Elisabeth Buchberger, Kevin Hofmann, Rebecca Loos und Michelle Meyer.

Daneben beschäfttigt sich die Master-Studierende der Gesundheitswissenschaften Sophia Warnecke im Auftrag der Kommunalen Gesundheitskonferenz mit dem Begriff der umfassenden Barrierefreiheit. Gemeinsam mit dem Netzwerk Inklusion Region Freiburg hat sie einen Fragebogen zu barrierefreien Bedingungen in Arztpraxen entwickelt. Dieser wird an alle Arztpraxen in der Region geschickt.

Außerdem erarbeitet das Netzwerk zusammen mit den beiden Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung Sarah Baumgart (Stadt Freiburg) und Anke Glenz (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) ein Konzept zur Sensibilisierung von Auszubildenden medizinischer Berufe. Hier gibt es eine Kooperation mit der Medizinischen Akademie der Uni-Klinik Freiburg.

15.7.2020:

Befragung gestartet

Liebe Menschen,

Wir alle müssen früher oder später mal zum Arzt. Sei es, weil wir krank sind, uns einen Knochen gebrochen haben oder weil wir einfach an unsere Zukunft denken und eine Vorsorgeuntersuchung machen wollen.

Leider ist es nicht für Alle immer so einfach. Viele Menschen begegnen Barrieren, wenn sie eigentlich „einfach nur“ zum Arzt gehen wollen.

Manche Ärzte haben Treppen und keine Aufzüge oder höhenverstellbare Liegebetten, so dass Menschen im Rollstuhl dort nicht behandelt werden können.

Manche Ärzte haben keine Erfahrung für Menschen mit Seh- oder Hörschwächen und schicken diese dann in „das Behandlungszimmer mit der roten Tür“.

Und manche Ärzte haben schlichtweg keine Zeit oder Interesse, sich Menschen zu widmen, deren Bedürfnisse eventuell etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Wir finden, das gehört geändert!

Eine Gruppe aus Studierenden und einem Mitarbeiter der Katholischen Hochschule in Freiburg haben sich mit dem Netzwerk-Inklusion Region Freiburg e.V. und den Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, Sarah Baumgart und Anke Glenz, unter dem Motto „Gesundheit für Alle!“ zusammengetan und wollen sich dem Problem der fehlenden Barrierefreiheit bei Arztbesuchen widmen.

Dazu haben wir eine Umfrage erstellt, mit der Sie direkt ihre eigenen Erfahrungen und Wünsche bei Ärztebesuchen äußern können.

Diese Umfrage wird dann unter anderem in der Freiburger Gesundheitskonferenz ausgearbeitet und gemeinsam werden wir es schaffen, jedem Menschen einen freieren und leichteren Zugang zu jedem Arzt zu ermöglichen.

Sie können diese Umfrage entweder in Umgangssprache oder Leichter Sprache und auf 2 verschiedene Arten durchführen.

 

Einmal ganz bequem online. Dafür klicken Sie einfach auf folgenden Link:

https://eu.questionpro.com/t/AB3urmuZB3u432

Für den Umfragebogen in Leichter Sprache klicken Sie hier:

https://eu.questionpro.com/t/AB3urmuZB3u5IY

 

 

 

 

Lehrforschungsprojekt an der katholischen Hochschule Freiburg: Ankündigung zur Befragung von Menschen mit Behinderungen

Wer geht schon gern zum Arzt ?!

Ein generelles Problem - aber Menschen mit Behinderungen müssen oft noch zusätzliche Barrieren überbrücken.

Das kann nicht sein! Trotzdem gibt es bisher nur wenige Ansätze, diese Barrieren in der gesundheitlichen Versorgung zu verbessern. Deshalb wollen wir mit Ihrer Hilfe die aktuelle Situation erfassen und damit ganz klar auf die Problemlage aufmerksam machen.

Wir sind Studierende der Katholischen Hochschule in Freiburg. Im Rahmen unseres Forschungsprojekts arbeiten wir zusammen mit Sarah Baumgart und Anke Glenz, den kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, sowie Michael Feller, dem zweiten Vorsitzenden des Netzwerks Inklusion Region Freiburg e. V..

Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen: Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie (un-)zugänglich    das Gesundheitswesen für Sie ist. Wir haben einen Fragebogen erarbeitet, in dem Sie uns Ihre Erfahrungen schildern können. Ihre Angaben sind selbstverständlich freiwillig und werden vertraulich behandelt. Mit Ihren Antworten liefern Sie uns nicht nur Daten für unsere Forschung, sondern ermöglichen es auch, dass Ergebnisse in der Kommunalen  Gesundheitskonferenz präsentiert werden. Damit wollen wir gemeinsam dazu beitragen, dass, konkret auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten, sie barrierefrei Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen können.

Den Fragebogen versenden wir über den Verteiler des Newsletters vom Netzwerk Inklusion.  Er kann online ausgefüllt werden und ist bei Bedarf auch ausgedruckt zugänglich. Um die Teilhabe an der Befragung nicht einzuschränken, gibt es auch eine Version in Leichter Sprache. Mit unseren Forschungsergebnissen sind wir Teil des Projekts „Gesundheit für alle“, welches vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert wird.

Master-Arbeit: Befragung von Arztpraxen zu "umfassender Barrierefreiheit"

Handout zur Masterthesis  
 
Umfassende Barrierefreiheit der ambulant-ärztlichen Versorgung von Menschen mit
Behinderungen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und dem Stadtkreis Freiburg  
 
Zu meiner Person
•  Sophia Warnecke
•  Masterstudentin des Studiengangs „Angewandte Gesundheitswissenschaften M.A.“ an der
Hochschule Ravensburg-Weingarten
 
Fragestellung und Zielsetzung
•  „Wie gestaltet sich die Barrierefreiheit der ambulant-ärztlichen Versorgung von Menschen mit
Behinderungen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und dem Stadtkreis Freiburg?“
•  Ziel: Partizipative Erarbeitung eines soliden, beeinträchtigungsspezifischen Erhebungsinstru-
mentes zur Befragung von Arztpraxen in der Region zu dem Ausmaß der vorliegenden, um-
fassenden Barrierefreiheit (im Sinne der UN-BRK).
 
Aufbau der Arbeit
1.  Theoretische Fundierung
2.  Partizipative Instrumentenentwicklung
o  Bestandsanalyse vorhandener Erhebungsinstrumente → formelle Kriterien
o  10 Experteninterviews → beeinträchtigungsspezifische Kriterien
o  Fragebogenentwurf  
o  Pre-Test I (AG) → Überprüfung der Validität und Gegenstandsangemessenheit
o  Pre-Test II (Ausfüllen durch med. Personal) → Überprüfung der Handhabbarkeit
3.  Quantitative Bestandsanalyse der Arztpraxen mit dem soliden Fragebogen   
4.  Datenauswertung und Verschriftlichung der Ergebnisse

 

Weitere Verknüpfungen/Netzwerkarbeit
•  Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderung (= Auftraggeber)
•  Projekt Gesundheit für alle!
•  Studierendengruppe der katholischen Hochschule Freiburg
 
Betreuung
•  Erstbetreuung seitens der Hochschule: Prof. Dr. Annerose Siebert
•  Zweitbetreuung seitens des Gesundheitsamtes: Dr. med. Annette Faller
•  Fachliche Begleitung: Sarah Baumgart, Anke Glenz
•  Organisation/wissenschaftl. Begleitung: Maria Borho, Maike v. Hirschhausen