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4. Bundeskongress „Inklusion leben“

15 Okt 2016

4. Bundeskongress „Inklusion leben“

Datum: Samstag, 15. Oktober 2016

Uhrzeit: von 9.00 - 16.30 Uhr

Ort: Staudinger-Gesamtschule Freiburg (StraBa-Linie 5, Haltestelle "Haslach Bad")

 

Deutschland soll endlich Weltmeister in Sachen Inklusion werden, forderte der gemeinnützige Freiburger Verein „bildung neu denken” bereits im November 2008 bei seiner Kundgebung auf dem Freiburger Augustinerplatz. Aber trotz der Ratifizierung der UN-Behindertenkonvention durch die Bundesregierung und obwohl sich viele Institutionen und Gruppierungen auf den Weg gemacht haben, ist Inklusion noch nicht in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen: Deutschland schneidet bei der Umsetzung der Inklusion vergleichsweise schlecht ab.

Mit seinem vierten Inklusions-Bundeskongress will der Verein „bildung neu denken” einmal mehr dazu beitragen, die inklusive Gesellschaft voranzubringen. Denn in ihr sind alle Menschen in ihrer ganzen Vielfalt, mit all ihren Fähigkeiten und Begabungen, ihren Stärken und Schwächen gleichwertig, gehören ohne jede Einschränkung dazu. Jeder und jede ist in der jeweiligen Einzigartigkeit ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, prägt und bereichert sie. Ganz gleich, woher sie kommen oder welchen sozialen Hintergrund sie haben.

Inklusion geht weit über Integration hinaus, macht diese letztendlich überflüssig. Wo niemand ausgeschlossen wird, muss auch niemand integriert werden und alle können von einander lernen: Die Schwachen von den Starken und umgekehrt. Inklusion trennt nicht, sortiert nicht aus. Sie trägt der Einzigartig keit jedes Menschen Rechnung und nutzt diese Individualität für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft. Gelebte Inklusion verändert das Menschen- und damit das Gesellschaftsbild. Für „bildung neu denken” sind Inklusion und Demokratie untrennbar miteinander verbunden.

Mit einem Grußwort wird Bürgermeister Ulrich von Kirchbach den Kongress eröffnen. Im Anschluss daran stimmen der Reformpädagoge Otto Herz und Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher von der Universität Ulm mit Impulsreferaten auf das Thema ein. In neun zweistündigen Workshops entwickeln erfahrene Moderatorinnen gemeinsam mit den Teilnehmenden Ideen, wie Inklusion gelebt werden kann. Die erarbeiteten Ergebnisse werden zum Kongressabschluss in Form eines World-Cafés präsentiert.

 

  • Den Jugendlichen von zwölf bis neunzehn Jahren ist der Workshop Everything's gonna be alright. mit Fräulein Chaos alias Sina Bormüller, Youtuberin, und Helen Schneider, Studierende „Pädagogik: Entwicklung und Inklusion”, vorbehalten.
  • Was Gender mit Inklusion zu tun, erläutern Carina Utz und Adrian Hoffmann von FLUSS_Verein für Bildungsarbeit zu Geschlecht und sexueller Orientierung, Freiburg im Workshop Mann? Frau? Mensch.
  • Keine Angst vor dem Fremden meint Philip Bona von der Kompetenz- und Koordinierungsstelle „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen" der Stadt Freiburg und zeigt die Chancen der Migration auf.
  • Die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann beschäftigt sich damit, welche Rolle die Inklusion in der Gesellschaft spielt.
  • Auf die Haltung kommt es an. Davon ist Daniela Körner, Seminarleiterin des familylab.de, ebenso überzeugt, wie Ulf Matysiak, Geschäftsführer von Teach First Deutschland und Moderator des Workshops Was heißt schon Recht auf Bildung?, davon, dass Deutschland noch weit entfernt von Bildungsgerechtigkeit ist.
  • Der Frage, ob Gemeinsam Lernen Vision oder Kern-Auftrag der Schulen ist, gehen Christoph Bayer, Diplompädagoge, Bildungspolitiker und langjähriger Vorsitzender des Kuratoriums für politische Bildung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und Otto Herz, Reform-Pädagoge/Diplom-Psychologe, nach.
  • Jutta Bauchinger-Rominger, Handwerkskammer Freiburg, und Roswitha Schneider, Arbeitsagentur Freiburg, wissen, wie es mit d er Inklusion in der Arbeitswelt steht.
  • Ganz praktische Tipps gibt es im Workshop Alle(s) inklusive. Veranstaltungen planen und organisieren. mit Cornelia Bossert, cmk | büro für kommunikation, bildung neu denkene.V.

 

Jugendliche zwischen zwölf und neunzehn Jahren nehmen kostenlos am Kongress teil, Auszubildende, Studierende und Menschen, die Sozialleistungen erhalten, bezahlen statt neununddreißig Euro die reduzierte Kongressgebühr von zehn Euro. Darin enthalten sind Willkommenskaffee und Mittagessen sowie ein Tagungsgetränk. Anmelden zum Kongress kann man sich online unter www.bildung-neu-denken.de

 

 

 

 

 

Ansprechpartnerin:

Cornelia Bossert

Tel. 0761.27 62 39

cornelia.bossert@bildung-neu-denken.de

www.bildung-neu-denken.de