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Wer wir sind und was wir machen

Seit 2009 ist die UN Behindertenrechtskonvention in Deutschland Kraft. Damit wurde der Leitgedanke einer inklusiven Gesellschaft, in der jeder Mensch die gleichen Chancen, Rechte und Möglichkeiten hat, auf die gesellschaftspolitische Agenda gehoben. Zukünftig soll nicht mehr die segregierende Fürsorge, sondern die inklusive Teilhabe im Mittelpunkt der Behindertenpolitik stehen. Gemäß der Definition des Deutschen Städtetages bedeutet Inklusion, "dass alle Mitglieder einer Gesellschaft von Anfang an und in allen Bereichen gleichberechtigt zusammenleben und selbstverständlich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert werden. Voraussetzung dafür ist eine Gesellschaft, die allen Menschen gleichermaßen zur Teilhabe offensteht, also inklusiv ist"

Diese Homepage möchte zeigen, wie Inklusion gelingen kann und welche Bemühungen in der Region Freiburg unternommen werden, Inklusion als gesamtgesellschaftliches Anliegen umzusetzen.

Im April 2013 veranstaltete Der Paritätische Freiburg in Kooperation mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur_innen den Kongress Wege in eine inklusive Kommune. Die mehr als 350 Teilnehmer_innen entwickelten in verschiedenen Diskussionsforen konkrete Schritte für die Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, UN-BRK) in Freiburg sowie den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Die Veranstaltung war die Initialzündung für den Beschluss des Freiburger Gemeinderats vom 12. November 2013, den „Aktionsplan für ein inklusives Freiburg“ zu erarbeiten, der am 17.11.2015 vom Freiburger Gemeinderat beschlossen wurde.

Auch die Idee zur Gründung des Netzwerk Inklusion Region Freiburg (NIRF) wurde auf dem Kongress entwickelt. Zentrales Anliegen des Netzwerks ist es, Kooperationen zwischen den verschiedenen  Akteur_innen im Bereich Inklusion voranzubringen. Dabei geht das Netzwerk von einem weit gefassten Inklusionsbegriff aus. Inklusion betrifft jedes einzelne Mitglied der Gesellschaft. Alle leben von Anfang an und in allen Bereichen gleichberechtigt zusammen und akzeptieren sich in ihrer Vielfalt. 

Ausgehend von diesem gesamtgesellschaftlichen und partizipativen Ansatz, haben sich Akteur_innen aus allen Lebensbereichen im NIRF zusammengeschlossen. Es ist ein Grundprinzip des Netzwerks, auch in seinen Strukturen die Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe abzubilden. Menschen mit und ohne Handicap, Verwaltungsangestellte und freischaffende Künstler, Junge und Alte, „Bobbele“/Alteingesessene und Neuzugezogene, SC Freiburg-Anhänger und Bayern München-Fans diskutieren, organisieren Veranstaltungen oder entwickeln gemeinsam Ideen und Konzepte. Insgesamt sind über 70 Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen vertreten.

So vereint das NIRF die Behindertenbeiräte Freiburgs und der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, Rehabilitationsträger, Betroffenen- und Angehörigenvereinigungen, Selbsthilfegruppen, Organisationen und Verbände der Behindertenhilfe sowie Gemeinderatsfraktionen jeder politischen Couleur. Auch sind verschiedene Ämter und Dezernate der Freiburger Stadtverwaltung (u.a. Amt für Kinder, Jugend und Familie, Amt für Soziales und Senioren, Stadtplanungsamt, Amt für Schule und Weiterbildung, Tiefbauamt) vertreten. Ebenso arbeiten Förderschulen aus Freiburg und Emmendingen, Bildungsinitiativen wie Eine Schule für alle e.V. oder Bildung neu denken e.V., Verbände (Volkshochschule) und Einzelpersonen (Vertreter_innen von Schulen und Hochschulen, Menschen mit Handicap) mit. Sie alle entwickeln im Netzwerk Ideen und Konzepte mit dem gemeinsamen Ziel, ein inklusives Gemeinwesen zu schaffen.

Das bedeutet im Einzelnen:

  • Aufbau und fortlaufende Entwicklung inklusiver Strukturen
  • Zusammenführung der verschiedenen Akteurinnen und Akteure
  • Sensibilisierung der Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen
  • aktive Einflussnahme durch Beratung und Begleitung von Kommunen, Vereinen, Verbänden, Unternehmen und weiteren Organisationen
  • Aggregation und Artikulation inklusiver Interessen
  • Initiierung, Planung und Durchführung inklusiver Projekte

 

Zur Umsetzung der Ziele und Bearbeitung der Aufgaben wurden folgende Strukturen geschaffen (Durch Anklicken der verschiedenen Institutionen gelangen Sie zu ausführlichen Informationen über deren Aufgaben und Arbeitsweisen):

  1. Die Netzwerksprecherin,
  2. die Steuergruppe,
  3. verschiedene Arbeitsgruppen und
  4. das Netzwerkbüro.