Kontrast ändern

schrfitgroesse

SchriftgrößeA A A

Bericht: Sitzung AG Kinder, Jugendliche und Bildung, 30.6.2016

Am 30.6.2016 kam die „AG Kinder, Jugendliche und Bildung" des NIRF bei hochsommerlichen Temperaturen zur zweiten Sitzung des Jahres zusammen. Zentrales Thema des Treffens war die Arbeitshilfe "Index für Jugendarbeit zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung", die kapitelweise von den Mitgliedern vorgestellt und diskutiert wurde. Sie finden die Arbeitshilfe am Ende dieser Seite unter der Überschrift "Dateianhang" im PDF-Format zum Ansehen und/oder Herunterladen.

Mit viel Engagement wurde der Index u.a. am Smartboard präsentiert und zur Diskussion gestellt. Während der Debatte wurde auch darauf hingewiesen, dass der neu entstehende Freiburger Stadtteil Dietenbach eine Gemeinschaftsschule brauche, um dem Beschluss des Gemeinderats, hier ein inklusives Modellquartier zu schaffen (Link: Aktionsplan für ein inklusives Freiburg, S.15), gerecht zu werden. Aus diesem Grund sei es wichtig, dies bereits jetzt zu thematisieren.

Anschließend wurde die äußerst spärliche wissenschaftliche Literatur zur Verknüpfung inklusiver Schul- und Freizeitangebote angesprochen und darauf hingewiesen, dass explizit inklusive Angebote vor allem von Kindern mit Handicap genutzt würden und weniger von ihren Altersgenossen ohne Einschränkungen. Um dies zu ändern, könne beispielsweise die Verknüpfung der Rechtskreise Kinder- und Jugendhilfe sowie Behindertenhilfe angestrebt werden. Zudem sei für den langfristigen Erfolg von inklusiven Angeboten ausschlaggebend, dass sie den Projektstatus überwänden und eine ausreichende Finanzierung bereitstehe.

Über Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung, die auch Dimensionen eines inklusiven Gemeinwesens darstellen (vgl. Rohrmann und Schädler, 2014), können Menschen Anschluss an die Idee einer inklusiven Gesellschaft finden und so Berührungsängste abgebaut werden. Deswegen sollte möglichst früh der Umgang mit Heterogenität, d.h. Verschiedenheit, normal werden.

Beim anschließenden Austausch über persönliche Erfahrungen im europäischen Ausland (Italien, Skandinavien) wurde berichtet, dass der Umgang der Kinder untereinander umso mehr von Wertschätzung geprägt ist, je eher sie gemeinsam aufwachsen. Das Wahlrecht der Eltern für die Krippe ihres Kindes mit Handicap sei ein guter Anfang, weil so das gemeinsame Aufwachsen wahrscheinlicher würde.

Verschiedene Themen wurden für die nächste Sitzung vorgemerkt. Teilnehmer_innen werden über die Finanzierungsgrundlagen des Leistungsrechts im Bereich Kinder- und Jugendliche (Wer zahlt wann was?) informieren. Auch die Fortschreibung der Teilhabeplanung Freiburg wird Thema sein. Zu guter Letzt (nicht abschließend!) soll diskutiert werden, wie Freizeitangebote in Zeiten der Ganztagesbetreuung gestaltet werden sollen.

Wenn Sie Interesse haben, sich mit zentralen Freiburger Akteur_innen zu vernetzen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und so die Inklusion in der Region voranbringen möchten, sind Sie herzlich zur nächsten Sitzung der AG am 27.10.2016, von 16:30-18:30 Uhr im Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg (Auf der Zinnen 1, 79098 Freiburg) eingeladen. Gerne nimmt der Leiter der AG Kinder, Jugendliche und Bildung, Herr Andreas Wand, Leiter des Korczak-Haus Freiburg, Ihre Anregungen für die Sitzung entgegen. Sie erreichen Herrn Wand (und das Netzwerkteam) über das Kontaktformular (bitte hier bei der Option "Ansprechpartner" Herrn Wand auswählen).

 

Literatur:

Rohrmann, Albrecht / Schädler, Johannes u.a (2014): Inklusive Gemeinwesen Planen. Eine Arbeitshilfe. Hg. v. Ministerium für Arbeit, Integration und Sozialesdes Landes Nordrhein - Westfalen (MAIS). Düsseldorf.

Online verfügbar unter: https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/herunterladen/der/datei/inklgemeinplan - 15 - internet - pdf/von/inklusive - gemeinwesen - planen/vom/staatskanzlei/2120 , zuletzt geprüft am 07.07.2016.

Impressionen der AG-Sitzung vom 30. Juni 2016
Die AG während der Sitzung 1
Die AG während der Sitzung 2