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Bericht: Sitzung AG Kinder, Jugendliche und Bildung, 19.10.2015

Zusammenfassung der Sitzung der AG Kinder, Jugendliche und Bildung vom 19. Oktober 2015 mit dem Schwerpunktthema "Inklusion und Freie Zeit (Freizeit)" auf dem Kinderabenteuerhof Vauban

 

Agenda:

I. Kurzvorstellung Kinderabenteuerhof Freiburg e.V. als Einrichtung inklusiver Kinder- und Jugendarbeit

II. Benennung eines zweiten Sprecher/ einer zweiten Sprecherin für die AG

III. Sichtweisen von Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit - Kooperationen mit Schulen und Kitas sowie Orten der Freizeitgestaltung

IV. Austausch über best-practice/good practice Beispiele gelungener Inklusion in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

V. Diverses

VI. Perspektiven

 

I. Kurzvorstellung Kinderabenteuerhof Freiburg e.V. als Einrichtung inklusiver Kinder- und Jugendarbeit mit eventueller Platzführung

 

II. Benennung eines zweiten Sprecher/ einer zweiten Sprecherin für die AG
siehe Seitenende

 

III./ IV Sichtweisen von Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit - Kooperationen mit Schulen und Kitas sowie Orten der Freizeitgestaltung / Austausch über best-practice/good practice-Beispiele gelungener Inklusion in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

  • Kooperationen werden gegenseitig fruchtbar, da Know-How im Umgang mit Inklusion ausgetauscht wird. Besonders wird dies bei Zusammenarbeit mit„Betroffenen“-Organisationen deutlich (ABC, Korczak-Haus, Lebenshilfe).
  • Die verschiedenen Bereiche von Inklusion sind aufgrund der Komplexität nur im Team abzudecken
  • Auch wenn Inklusion noch nicht zu 100% umzusetzen sei, solle das Möglichste getan werden
  • Um bestehende inklusive Angebote voranzubringen ist eine starke Öffentlichkeitsarbeit notwendig
  • v.a. natur- und tiergestützte Pädagogik sei für inklusive Angebote geeignet, da diese sehr facettenreich sei und leicht Zugänge schaffe

 

Ist „Abschottung“ der Heil- und Sonderpädagog_innen gegenüber nicht behinderten Kindern feststellbar? Fokussieren sich Heil- und Sonderpädagog_innen zu sehr auf Kinder mit Beeinträchtigungen?

  • Kooperationen zwischen Sonderschulen und Regelschule stellt sich leider häufig als Grundproblem dar, obwohl diese eine Grundvoraussetzung für Inklusion im Bildungsbereich sei.
  • Die Ausbildung für Fachlehrer an Schulen für Geistigbehinderte sei von 1,5 auf 3 Jahre erweitert worden, da auch der Kontakt zu nicht behinderten Kinder/Jugendlichen erlernt werden muss.
  • Kann jede_r (egal welche Behinderung) an inklusiven Angeboten teilnehmen? Individuelle Assistenz sei ungeeignet für Inklusion, aber versicherungsrechtlich von Nöten (oftmals Elternwunsch)
  • Altersflexibilität von Angeboten? Orientierung am Individuum und seinen Ressourcen; gewisse Homogenität der Fähigkeiten sei notwendig
  • Spezielle Gestaltung von Kooperation öffentliche Schule-Freizeiteinrichtung schwierig, da Fahrdienste nur während der Schulzeit bezahlt werden, Kinder- und Jugendeinrichtungen aber vormittags meist geschlossen sind (es gibt aber auch gute Beispiele: Kapriole, Korczak-Haus) à Bedingungen?
  • Was braucht es für inklusive Ausrichtung der Einrichtungen? Interesse (der Mitarbeiter_innen) muss da sein, schrittweise Annäherung und Ausbau, Orientierung an guten Beispielen

 

V. Diverses

 

VI. Perspektiven

Diskussion: Ausweitung des Inklusionsbegriffs?

  • Aufgrund der aktuellen Situation regt die AG eine Erweiterung des Inklusionsbegriffs über die Gruppe der Menschen mit Behinderung hinaus an (soll in Steuergruppe während des Treffens am 12.10.2015 diskutiert werden)
  • Die Forderungen der AG könnten bspw. auch auf die Gruppe der Flüchtlinge angewandt werden (Hilfen aus einer Hand, Senkung der Verwaltungshürden etc.)
  • Um Flüchtlinge zu erreichen, sollten Einrichtungen Kontakt mit diesen aufnehmen (aufsuchend) und mit ihren Angeboten bekannt machen (z.B. Willkommensfest?!)
  • Forderung, dass sich die Stadtverwaltung dem Thema annimmt und finanzielle Mittel für die Inklusion behinderter Flüchtlingskinder zur Verfügung stellt
  • Hierzu DRUCKSACHE G15/126, Aktionsplan für ein inklusives Freiburg 2015/2016 des Freiburger Gemeinderats:

„Aus Kapazitätsgründen wurde entschieden, dass der vorliegende Aktionsplan für die Jahre 2015/2016 zunächst auf die Zielgruppe der Menschen mit Behinderungen ausgerichtet sein wird. Die erforderlichen Aktivitäten für alle anderen möglichen Zielgruppen des Aktionsplans (Flüchtlinge, Wohnungslose, Langzeitarbeitslose etc.) werden im Rahmen des normalen Verwaltungshandelns aber selbstverständlich fortgesetzt. Mit dem Aktionsplan 2017/2018 soll dann die Fortschreibung des Aktionsplans 2015/2016 erfolgen sowie eine weitere Zielgruppe (z. B. Menschen mit Migrationshintergrund) oder auch ein weiteres Thema (z. B. quartier und sozialraum-bezogene Handlungsansätze) zusätzlich in den Blick genommen werden.“ Weiterführende Informationen: http://inklusives-netzwerk-freiburg.de/gemeinderat-freiburg-verabschiedung-des-%E2%80%9Eaktionsplan-f%C3%BCr-ein-inklusives-freiburg%E2%80%9C

 

Nächste Sitzung der AG Kinder, Jugendliche und Bildung:

Datum: Montag, 22. Februar 2016

Zeit: Die exakte Uhrzeit wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Ort: Korczak-Haus Freiburg, Goethestraße 31, 79100 Freiburg

Benennung eines zweiten Sprecher/ einer zweiten Sprecherin für die AG
Frau Birgit Huslisti

Birgit Huslisti hat sich dankenswerterweise zur Verfügung gestellt und wurde einstimmig zur zweiten Sprecherin der AG Kinder, Jugendliche und Bildung gewählt.

Die diplomierte Heilpädagogin betreibt eine heilpädagogische Praxis in Denzlingen und ist zudem Dozentin und Leiterin der Außenstelle Freiburg der evangelischen Fachschule für Heilerziehungspflege Kork (http://www.diakonie-kork.de/de/aus-weiterbildung/fachschule-fuer-heilerz...)

Die Gruppe bei der Begrüßung
Die Gruppe im beheizten Raum am Diskutieren
Die Gruppe im beheizten Raum am Diskutieren
Die Gruppe im beheizten Raum am Diskutieren