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Bericht: Begehung zum Thema barrierefreies Haslach vom 30.9.2016

Nach und nach kamen sie am Freitag, 30.9., vor dem St. Laurentiushaus in Haslach zusammen: Die etwa 25 Menschen, die gemeinsam Barrieren im Stadtteil erkunden und erfahren sollten. Eingeladen hatten der Lokalverein Freiburg-Haslach sowie die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Sarah Baumgart.
Nach Begrüßung durch Markus Schupp, Vorsitzender Lokalverein Freiburg-Haslach, brachen wir mit Rollstuhl, Rollator und Krücken in Richtung Karl-Kistner-Straße auf. Und schon die erste Barriere:

Während der Zu- und Ausstieg an der Bushaltestelle "Scherrerplatz" stadteinwärts gut möglich ist, ist die Situation auf der Gegenseite ungleich schwieriger: Ein Höhenunterschied von mindestens 4 cm muss überwunden werden.

Angekommen an der Karl-Kistner-Straße wurde die Ampelschaltung auf Höhe des Optikers bemängelt. Diese sei so kurz, dass man während der Grünphase nicht über die Straße komme.

Weiter wurde auf Höhe des Edeka-Markts gezeigt, dass v.a. zu Stoßzeiten die Straße mit Autos und der Gehweg mit Fahrrädern vollgestellt ist, was ein Durchkommen erschwert.

Schweres Durchkommen wurde auch vor einigen EinzelhändlerInnen und der Bedarf nach barrierefreien Zugängen festgestelt -ein Projekt bei dem Sarah Baumgart und der Lokalverein ihr Engagement angekündigt haben.

Weiter ging es vorbei am Lidl, wo abgestellte Fahrräder den Bürgersteig verengen. Diskutiert wurde, ob Bodenmarkierungen für Abhilfe sorgen könnten.
Außerdem wurde von Sarah Baumgart darauf hingewiesen, dass die Straßenbahnhaltestelle "Am Dorfbrunnen" durch fehlende Geländer verengt werde und sich die NutzerInnen in der Mitte der Haltestelle drängen würden.

Am Friedhof wurde vorgeschlagen, dass zumindest die Hauptwege besser ausgebaut sein könnten.
Zurück ging es auf der anderen Seite der Karl-Kistner-Straße, wo gezeigt werden konnte, wie sich die Situation gebessert hat: Dank des Aufstellens von "Pollern" wird hier verhindert, dass es vor der Pizzeria durch geparkte Autos zu eng wird. Eine Lösungsmöglichkeit, die sich auch an anderen Stellen im Stadtteil für Entspannung gesorgt hat.
Hierauf wurde noch auf einen gehwegverengenden Spargelstand hingewiesen. Der Lokalverein hatte bereits in der Vergangenheit leider vergeblich versucht mit den BetreiberInnen ins Gespräch zu kommen. Klar gemacht wurde, dass der Stand eine Bereicherung für den Stadtteil ist und zur nächsten Spargelsaison eine Lösung gefunden werden sollte.
Insgesamt habe sich die Situation in Haslach im Vergleich zur Vergangenheit deutlich verbessert. Dies treffe vor allem auf die Hauptverkehrsachse Karl-Kistner-Straße zu, wie sich auch in kleineren Gesprächsgruppen während der Begehung zeigte.

Abschließend erlläuterte Herr Schupp das weitere Vorgehen: So sollen einzelne unklare Situationen vom Lokalverein persönlich erfahren werden. Außerdem werde versucht Lösungen für die angesprochenen Schwierigkeiten zusammen mit dem Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg zu finden. Bei weiteren, nichtgenannten Barrieren solle bitte mit Sarah Baumgart oder Maruks Schupp vom Lokalverein kontaktiert werden. Er dankte allen Anwesenden für's Mitmachen und wünscht ein schönes langes Wochenende.

Deutlich bei der Begehung wurde, dass das Schaffen von Barrierefreiheit nicht nur die Nutzbarkeit der öffentlichen Infrastruktur für Menschen mit Rollstuhl, Rollator und Ähnlichem ermöglicht, sondern dass Barrierefreiheit ein deutliches Plus an Komfort für Alle bedeutet.

 

Lokalverein Freiburg-Haslach:

http://www.freiburg-haslach.de/

 

Bilder von der Erkundung
Die Gruppe trifft sich
Die Gruppe bei der Erkundung
Die  Gruppe diskutiert