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Bericht: badenova bewegt. Inklusives Familiensportfest

Bereits zum 11. Mal fand am Samstag, 23. Juli, das Sportfest "Badenova bewegt" im Strandbad Freiburg statt. Mit dabei waren die Kooperationspartnerinnen Regio Bäder GmbH, die Badische Sportjugend Freiburg und der Paritätische Wohlfahrtsverband Freiburg mit seinem "Projekt für Inklusive Freizeit Freiburg" und dem Netzwerk Inklusion Region Freiburg.

Diesem Planungsquartett schließlich ist die Ausrichtung des diesjährigen Festes zu verdanken: Die präsentierten Sportarten sollten so weit wie möglich inklusiv ausgeübt werden können. Auf diese Weise sollen auch Menschen mit Behinderung an den Sportmöglichkeiten teilnehmen können.

In einem Presserundgang mit Freiburgs Erstem Bürgermeister Otto Neideck wurden die verschiedenen Aktionen erklärt. Ganz im Sinne der Inklusion waren hierzu auch Gebärdendolmetscherinnen anwesend.Verschiedene Sportteams aus verschiedenen Sportarten zeigten den Besucher_innen an diesem Samstag (Vor)Mittag, was so alles geht:

Eine Trainerin für Zumba machte Übungen mit den Besucher_innen mit und ohne Rollstuhl, es gab ein kleines Feld, wo Fußball mit Klingelball für Menschen mit Sehbehinderung ausprobiert werden konnte, die "Breisgau-Baskets" vom Ring der Körperbehinderten zeigten ihr Können im Rollstuhl Basketball. Die Anwesenden konnten sich selbst darin versuchen im Rollstuhl dem Ball hinterherzujagen. Zum Team gehören neben mobilitätseingeschränkten Menschen auch "Fußgänger_innen", die etwa 1/3 des Teams ausmachen.
Adrian Gründler zeigt seine inklusive Sportmöglichkeit: Der Mann von der Abteilung Rollstuhlhockey des Rollsportclubs (RSC) Breisgau Beasts, erklärt wie Hockey im Rollstuhl funktioniert: "Wir können den Schläger nur mit einer Hand halten, mit der anderen müssen wir den Rollstuhl steuern." Aufgrund einer Muskelerkrankung ist dies einer der wenigen möglichen Sportarten für ihn. Seit 2008 ist er im Team der Breisgau Beasts.
Auch die "Pumas" des PTSV Jahn sind da, erläutern Interessantes zum Lacrosse-Spielen, zeigen die benötigte Schutzausrüstung und gewähren Einblicke in ihr Spiel. Bis jetzt sehen sie keine Möglichkeit wie das Spiel attraktiv für Menschen mit Behinderung gestaltet werden kann.
Wohl kaum ein Sportverein hatte es anfangs für möglich gehalten ein inklusives Angebot auf die Beine zu stellen. Was schließlich herauskam und präsentiert wurde zeigt jedoch, dass sie sich intensiv Gedanken gemacht hatten, wie Menschen mit Behinderungen am Sportleben teilnehmen können. Zahlenmäßig gab es Spielraum nach oben, wohl die Wettervorhersage hatte dazu geführt, dass nur vereinzelt Badegäste ins Bad kamen. Auch wenn sie nichts vom Sportfest wussten, konnten sie sich sicher an den 500 Eintrittskarten der badenova erfreuen, die die Pforten des Bades für sie öffneten.

Das Netzwerk Inklusion Region Freiburg war mit Helfer_innen anwesend, die einen Stand betreuten und dabei Interessierten Auskünfte erteilten, aber auch Assistenz in jedweden Bereichen gaben.