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Bericht: Bürgerdialog Dietenbach, 18.2.2016

Das Prozessteam-Dietenbach und die Stadt Freiburg luden am 18. Februar zum dritten Bürgerdialog mit dem Titel „Ein neuer Stadtteil entsteht – Von guten Beispielen lernen“ ins Bürgerhaus Zähringen. Auch das Netzwerk Inklusion Region Freiburg, Mitglied des Runden Tisches Dietenbach, war anwesend. In der AG Menschen mit Handicap/Senior_innen sammelten die städtische Behindertenbeauftragte Frau Sarah Baumgart und der Netzwerk Mitarbeiter Michael Feller zusammen mit den Anwesenden wichtige Positionen, die bei der Planung des neuen Stadtteils zu berücksichtigen sind (siehe Bildergalerie am Ende dieser Seite), um allen Bewohnerinnen des neuen Quartiers die Teilhabe in Vielfalt zu ermöglichen. Nur durch die Beteiligung Betroffener wird ein inklusiver Modellstadtteil entstehen können.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum neuen Stadtteil Dietenbach ist die 1. Bürgerwerkstatt am Donnerstag, den 21. April 2016, von 18.00 bis 21.30 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) im Bürgerhaus Zähringen. Nähere Informationen finden Sie nach Anklicken des folgenden Links: 1. Bürgerwerkstatt Dietenbach.

Unter der Überschrift „Dateianhang“ können Sie am Ende der verlinkten Seite zudem die „Infobriefe-Dietenbach“ des Planungsteams im PDF-Format ansehen und runterladen. Diese und weitere Informationen zum Planungs- und Beteiligungsverfahren finden Sie zudem online unter: www.freiburg.de/stadtteil-dietenbach

 

Artikel der Badischen Zeitung von Mo., 22. Februar 2016:

Diese Ideen haben Bürgerinnen und Bürger für den neuen Stadtteil Dietenbach

Langsam wird es konkreter: Bei der dritten Diskussionsveranstaltung zum geplanten Stadtteil Dietenbach durften die Bürgerinnen und Bürger mehr über Inhalte reden und sagen, was ihnen für das neue Quartier wichtig wäre.

Herausgekommen ist eine sehr lange Wunschliste. Auf einer einzigen Fläche werde dies alles gar nicht realisierbar sein, resümierte Baubürgermeister Martin Haag nach dreieinhalb Stunden Workshop. Ein eigenes Schwimmbad im Stadtteil, Gartenflächen auf den Dächern, eine Wohnungstauschbörse und eine Gärtnerei, die vor Ort Obst und Gemüse anbaut und die Bewohner damit versorgt: Auch, wenn der neue Stadtteil Dietenbach frühestens ab 2020 gebaut wird, sind einige der Ideen, die die Bürger bei der Diskussionsveranstaltung vorbringen, schon sehr konkret. Bei den meisten Themen geht es jedoch eher ums Grundsätzliche: Soll der Stadtteil autofrei oder zumindest autoreduziert sein? Da gehen die Meinungen auseinander. Genauso wie bei der Frage, welche Bebauung besser ist: hohe Häuser – damit außen herum viel Freiraum bleibt? Oder eher kleinteiligere Einheiten – die viel Platz wegnehmen?

In sieben Arbeitsgruppen diskutieren die Bürger zu ganz unterschiedlichen Themen. 150 Interessierte haben sich angemeldet, doch einige Plätze im Bürgerhaus Zähringen bleiben leer. Dennoch ist die Ergebnisliste am Ende übervoll: Jede Gruppe hat ihre ganz eigenen Prioritäten. Einen "Modellstadtteil für Inklusion", gar ein deutschlandweit beachtetes "Leuchtturmprojekt" fordert die "AG Senioren/Menschen mit Handicap".

Der "AG Energie" wäre ein innovatives Energieversorgungskonzept wichtig, das sich im Laufe der Jahre flexibel verändern lässt. Diejenigen, die sich mit dem Thema Verkehr auseinandersetzen, wünschen sich "drei Fahrradstrecken mit mehreren Spuren" quer durchs Quartier und könnten sich ein Verkehrskonzept "zwischen Vauban und Rieselfeld" vorstellen.

Sehr viele Ideen und Anregungen seien herausgekommen, lobt Baubürgermeister Martin Haag am Ende des Abends. Aber die eierlegende Wollmilchsau wird wohl auch Dietenbach nicht werden. "Es wird Zielkonflikte geben", mahnt Haag – und zudem viel zu wenig Platz, um alles auf einer Fläche zu realisieren. Zudem will die Stadt Freiburg das Rad nicht komplett neu erfinden. "Wir haben schöne Beispiele vor der Haustür", sagt Annette Schubert, Leiterin der Projektgruppe Dietenbach – und verweist auf die Stadtteile Vauban und Rieselfeld. Wie der Planungsprozess dort abgelaufen ist, daran erinnern Thomas Fabian vom Stadtplanungsamt und Klaus Siegl, der frühere "Mister Rieselfeld" der Stadtverwaltung.

Lernen wollen die Planer auch von der Stadt München. Dort ist ebenfalls ein neuer Stadtteil geplant, der für 20 000 Bewohner ausgelegt sei, berichtet Steffen Kercher vom Planungsreferat der Stadt München. Damit wird München-Freiham fast doppelt so groß wie Dietenbach.

Das Rathaus will die Anregungen aus dem Workshop jetzt auswerten. Sie sollen in die Planungen mit einfließen. Über die Prioritäten wird bei der nächsten Dialogveranstaltung diskutiert. Am 21. April sollen sich die Bürger Gedanken über die Vorgaben für den städtebaulichen Wettbewerb machen, der für die Entwicklung des neuen Stadtteils vorgesehen ist.

Autorin: Jelka Louisa Beule

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/diese-ideen-haben-buergerinnen-und-buerger-fuer-den-neuen-stadtteil-dietenbach--118414957.html (24.3.16)

Stellwände der AG Menschen mit Handicap/Senior_innen
1_Bild der Stellwände der AG Menschen mit Handicap/Senior_innen
2_Bild der Stellwände der AG Menschen mit Handicap/Senior_innen
3_Bild der Stellwände der AG Menschen mit Handicap/Senior_innen