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Bericht: „Haslach barrierefrei - Wie können Barrieren im Stadtteil abgebaut werden?“, 20.4.2016

Am Mittwoch, 20. April lud der Lokalverein Freiburg-Haslach e.V im Rahmen seiner Mitgliederversammlung zu einer öffentlichen Diskussion mit dem Titel „Haslach barrierefrei - Wie können Barrieren im Stadtteil abgebaut werden?“. Es ist erfreulich, dass der Lokalverein dem Inklusionsgedanken Rechnung trägt und dem Thema Barrierefreiheit eine eigene Veranstaltung widmet, nachdem vergangenen Monat bereits der barrierefreie Umbau der Bushaltstelle Schererplatz erreicht wurde – ein toller Erfolg auf dem Weg in ein inklusives Haslach! HIER finden Sie den zugehörigen BZ-Artikel vom 11.3.2016, HIER den entsprechenden Bericht des Lokalvereins.

Zu Beginn begrüßte Markus Schupp, Vorsitzender des Lokalvereins, die Anwesenden und führte mit einem groben Überblick zu den Verhältnissen im Stadtteil und den Aktivitäten des Vereins in das Thema ein. Anschließend stellte Sarah Baumgart, Beauftragte der Stadt Freiburg für Menschen mit Behinderungen, mit einem Impulsreferat ihre Sicht der aktuellen Situation in Haslach dar. Während der anschließenden Diskussion wurde klar, dass es im Quartier in Sachen Barrierefreiheit noch viel zu tun gibt. Betroffene beklagten „die üblichen Verdächtigen“, die auch an anderen Orten der Barrierefreiheit entgegenstehen: ungünstig angelegte Haltestellen, zu wenige abgesenkte Bordsteine bei Querungen, enge und teilweise unebene Fußwege, die zudem häufig von Autos zugeparkt und von Radlern zweckentfremdet werden oder auch Auslagen und Stände von Geschäften an der Carl-Kistner-Straße, die die ohnehin knapp bemessene Gehwege zusätzlich verengen und gerade Rollstuhlfahrern größere Fahrkünste abverlangen, so sie denn überhaupt durch den verbliebenen Platz durchpassen.

Als erster Schritt zur Abhilfe ist ein Stadtteilspaziergang mit Betroffenen, Lokalverein und Vertretern der Stadt geplant, um konkret vor Ort die Bedarfe aufzuzeigen und gemeinsam Lösungen zu finden - ein Verfahren, dass zum Beispiel bei der Bushaltestelle Schererplatz zu ersten Verbesserungen geführt hat bzw. demnächst führen wird (siehe oben). Auch wenn klar ist, dass eine über viele Jahrhunderte gewachsene Siedlungsstruktur nicht mit einem wenige Jahre alten Modellstadtteil zu vergleichen ist, werden diese Maßnahmen hoffentlich dazu führen, dass Sarah Baumgart, die im barrierearmen Rieselfeld wohnt, in Zukunft nicht mehr feststellen müssen, dass sie Haslach aufgrund der zahlreichen Hindernisse für Menschen mit Handicap eigentlich „nur vom Durchfahren“ kenne.

Bildergalerie zur Veranstaltung (Fotos: Irene Nixdorf)
Blick auf Podium mit Frau Baumgart
Blick in den voll besetzten Gemeindesaal Carlsbau, Feldbergstraße 3a, Freiburg-Haslach 1
Blick in den voll besetzten Gemeindesaal Carlsbau, Feldbergstraße 3a, Freiburg-Haslach 2
Eine Ehrung wird von drei Herren vorgenommen